schulhaus büelen, bettlach – erweiterung

bauherrschaft einwohnergemeinde bettlach  
referenzperson titus moser, bauverwalter  
architekt erich senn architekten ag  
projektbearbeitung remo bill, projektleitung; andres schüpbach; kurt weibel  
baukosten chf 6 mio.  
bauzeit 2004–2005  
spezialingenieure enerconom ag, ingenieurbüro für hlks, ch-4500 solothurn
rolf grau elektroplanungen ag, ch-4500 solothurn
gartenmann engineering ag, ch-3000 bern
 
situation die bestehende schulanlage wurde 1958 von architekt straumann fertiggestellt. ihre sorgfältige einbettung in das dorfgefüge und in die hanglage von bettlach ist beispielhaft. die architektonische qualität der bestehenden bauten und plätze hat noch heute gültigkeit. ziel war es, die architektonische anordnung der bestehenden bauten durch die erweiterung nicht zu stören. die schulhauserweiterung und der kindergarten wurden so geplant, dass sie parallel zur bestehenden schulhausanlage angegliedert sind. der kindergarten als eigener bereich bildet eine private wohnsphäre und einen geborgenen raum für das kind. die textur der bestehenden bauten wird nicht gestört, der standort ist selbstverständlich. der neue baukörper schliesst das areal harmonisch gegen süden ab. das schulhaus kann gegen westen erweitert werden.  
erschliessung von der platzebene erreichen wir vom bestehenden pausenplatz über zwei brücken die treppenanlagen der schulerweiterung. durch diese anordnung ist es möglich, dass der gang auch für den gruppenunterricht genutzt werden kann. über die neue zugangsachse – vom dorfkern bettlach zum schulareal – ist die schulerweiterung auch vom gartengeschoss erschlossen. der kindergarten wird ebenfalls vom bestehenden platz erschlossen.  
grundrisskonzept im platzgeschoss befinden sich vier klassenzimmer, ein schulzimmer für die metallbearbeitung und die toilettenanlagen. diese schulräume sind gegen süden orientiert. die zwei treppenhäuser verbinden das platz- mit dem gartengeschoss. im gartengeschoss befindet sich die schulküche, der mehrzweckraum und ein schulzimmer für die holzbearbeitung. durch das vorsetzen des baukörpers zum bestehenden pausenplatz - mit den beiden zugangsbrücken - werden auch die nordseitigen räumlichkeiten optimal belichtet. für das platzieren der technikräume ist ein teil des gebäudes an der westseite unterkellert worden. der kindergarten ist auf dem niveau des pausenplatzes und hat eine interne verbindung in den gartenbereich.  
konstruktion die stahlbeton-skelettbauweise, mit einem stützenraster von 8x8m, unterstützt die innere nutzungsflexibilität. gipsständerwände bilden die abschlüsse zwischen den klassenzimmern. sämtliche betonbauteile wurden in sichtbeton ausgeführt. die vorgelagerten fassadenbereiche an der süd- und nordfassade sind in holz-metall ausgeführt. das flachdach dient als regenwasserpuffer und ist extensiv begrünt. warmwasser-kollektoren sind ebenfalls auf dem dach angeordnet.  
umgebung der bestehende pausenplatz wird ergänzt mit einer gedeckten pausenhalle. als abschluss zum neubau sind sitzstufen platziert. der lichtgraben ist extensiv begrünt. die neue zugangsachse säumen hochstämmige bäume. ansonsten ist das gelände dem ursprünglichen zustand angepasst. westlich liegt eine naturwiese mit obstbäumen, südlich kommen zusätzlich ein sportrasen und ein kräutergarten für die schulküche dazu. der kindergarten hat einen gedeckten bereich und einen spielplatz im freien.